Echte Männer gehen in Karenz - zur Startseite

Weil Zeit etwas Besonderes ist: Gönnen Sie sich mehr davon.

Der Film zur Kampagne
Zum Kampagnenvideo Eine Initiative von Frauenministerin
Gabriele Heinisch Hosek
Impressum

Ich bin ein Karenz-Vater

Immer mehr Väter entscheiden sich dafür, die wertvollsten Momente im Leben ihrer Kinder auch selbst miterleben zu wollen. Einige von ihnen berichten hier, wie sie die Zeit erlebt haben, was das Besondere daran ist, wie sich ihr Leben verändert hat, aber auch, auf welche Hindernisse sie gestoßen sind. Manche sind in freudiger Erwartung auf die bevorstehende Karenz und schildern ihre Erwartungen.

Wenn Sie auch ein Karenz-Vater sind, der seine Geschichte erzählen und uns ein privates Foto zur Verfügung stellen möchte, dann schreiben Sie uns unter maennerinkarenz@bka.gv.at oder unterstützen Sie uns auf Link öffnet in neuem FensterFacebook.

Michael Schulze
Angestellter
Ich will eine Beziehung mit Samuel, die über einen Guten-Morgen- bzw. Gute-Nacht-Kuss hinausgeht. Das braucht Zeit und ein Fundament, das ich in meiner viermonatigen Karenz gelegt habe. Jetzt bin ich, so wie meine Frau, in Elternteilzeit - die ich jedem empfehlen kann - und kann darauf aufbauen. Mein Verständnis für seine Bedürfnisse und Entwicklungsschritte ist definitiv größer geworden. Ebenso für alle Männer und Frauen, die Kinder rund um die Uhr betreuen. Mein Wunsch in Karenz zu gehen wurde in meinem beruflichen Umfeld unterstützt und auch der Wiedereinstieg nach vier Monaten war kein Problem.
Harald Huber
Angestellter

Der Hauptgrund, die Karenz in Anspruch zu nehmen, war für mich durchaus egoistisch, nämlich die unwiederbringliche Zeit, die man als Vater mit seinem Kind verbringen kann.

Es war wirklich überwältigend, welche emotionale Bindung dieses halbe Jahr zwischen meiner Tochter und mir hat wachsen lassen. Ich bin überzeugt, dass eine Erfahrung auf dieser Ebene nicht möglich gewesen wäre, wenn ich die Karenz nicht in Anspruch genommen hätte.

Für mich persönlich wird diese Zeit mit meiner Tochter jedenfalls für immer ein wichtiger Teil meines Lebens bleiben und ich hoffe und denke, dass dies auch auf meine Tochter zutrifft.

Rückblickend betrachtend muss ich zugeben, dass ich ziemlich locker an meinen neuen "Job" herangegangen bin. Ich musste jedoch gleich zu Beginn feststellen, dass auch hier organisatorische Fähigkeiten durchaus von großem Nutzen waren, denn die Anforderungen, die meine Tochter an mich stellte (und von ihrer Mutter gewohnt war auch erfüllt zu bekommen) waren beträchtlich.

Natürlich waren die Reaktionen in der Firma anfangs nicht besonders positiv. Da bis zu diesem Zeitpunkt die Väter das Angebot des "Vollzeitvaters" noch kaum in Anspruch genommen haben, wurde mein Ansuchen eher mit Unverständnis und Kopfschütteln bedacht. Direkte Ablehnung seitens der Vorgesetzten hat es jedoch nicht gegeben, und bei meiner Rückkehr in den Dienst hat es eigentlich nur mehr zustimmende Resonanz gegeben.

Jürgen Wutzlhofer
Politiker und Soziologe

Ich war in Karenz, weil ich es selbstverständlich finde, dass eine Partnerschaft ein gemeinsames Projekt ist. Das bedeutet, sich Dinge aufzuteilen. Unangenehmes wie Hausarbeit und Schönes wie die Zeit mit den Kindern. Dass ich diese Zeit hatte, macht mich heute noch sehr glücklich. Ich wünsche mir, dass alle Männer diese Erfahrung machen.

Natürlich hat es auch erstaunte oder missbilligende Reaktionen gegeben. Die werden aber durch das viele Positive mehr als aufgewogen: Für meine Familie, in der klar ist, dass man sich aufeinander verlassen kann. Für meinen Freundeskreis, in dem die Väterkarenz Schule gemacht hat. Für mein Berufsumfeld, in dem sicherlich für Einige deutlicher geworden ist, dass auch Männer, die sich um ihre Kinder kümmern, tolle Arbeit leisten. Und für mich, sowieso.

Answer Lang
Kommunikationsleiter

Ich war acht Monate in Karenz, weil meine Lebensgefährtin und ich in allen Punkten dieselbe Verantwortung für unsere kleine Tochter übernehmen. Diese sehr intensive gemeinsame Zeit mit meiner Tochter hat unsere Verbindung zueinander ganz bestimmt für ein ganzes Leben lang positiv geprägt. Natürlich ist das Vertrauen in unserer "Kleinfamilie" dadurch insgesamt auch enorm gestiegen. Davon kann man in schwierigeren Zeiten zehren. In meinen alten Beruf hätte ich zurückkehren können, hatte in der Karenz aber sogar die Gelegenheit mich beruflich neu zu orientieren.

Michael Fitzka
Consultant & Projektmanager in der IT

Bei unserer Tochter hat meine Frau vorgeschlagen uns die Karenz aufzuteilen. Mir waren diese drei Monate so einprägend. Ich habe echt davon geträumt, beim zweiten Kind länger daheim zu bleiben. Als Jana dann ganz zu Anfang ihrer Schwangerschaft die Option auf ihren jetzigen Job bekommen hat, hab ich nimmer nachgelassen ihr zu versichern - ich kann das mit zwei Kindern! Heute sind wir eine Familie, wo jeder Elternteil den anderen voll ersetzen kann. Die Kinder akzeptieren Mama und Papa gleichermaßen. Gespannt bin ich, wie ich den Wiedereinstieg in den Beruf und die Verantwortung für die Kinder zeitgleich managen werde. Eines gilt jedenfalls, zuerst kommen Jana, Pauli und Max - darauf hab ich mich eingelassen.

Walter Reichel
Öffentlich Bediensteter

Die Karenz hatte für mich einen bedeutenden Mehrwert: Sie brachte mehr Nähe zu den Kindern, aber auch mehr Verständnis für die Mutter und ihre Leistungen. Der Gewinn der mit den Kindern verbrachten Zeit macht auch wett, dass die Karenz mit finanziellen Einbußen verbunden war. Die Begleitung der Kinder im Alltag hat mir aber auch gezeigt, welche wichtige Rolle Mütter bei der Kinderbetreuung haben und welchen Belastungen sie ausgesetzt sind. Die Entscheidung für die Karenz wurde von den Kolleginnen und Kollegen positiv aufgenommen. Der Wiedereinstieg war für mich mit keinerlei Schwierigkeiten am Arbeitsplatz verbunden.

Michael Kallinger
Vertragsbediensteter

Die Karenz ist eine gute Grundlage für eine enge Beziehung zu seinem Kind. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass jeder Vater ein paar Monate - oder länger - in Karenz geht.

Stanislav Horvat
Vertragsbediensteter, Jurist

Ich war von April 2007 bis zirka Mitte September 2007 in Karenz, um meine Tochter Julia zu betreuen. Es entsprach meinem Wunsch Familie zu leben und ich ergriff die Möglichkeit einer Väterkarenz mit großer Freude. Dadurch konnte ich auch meine Frau - sie ist Ärztin in Ausbildung - in ihrem beruflichen Fortkommen unterstützen. Gleichzeitig konnte ich aktiv an der Entwicklung meiner Tochter teilhaben und sie dem Alter entsprechend (im dritten Lebensjahr) in ihrer Eingewöhnungsphase in den Kindergarten begleiten.

Meine Kolleginnen und Kollegen, allen voran meine (Abteilungs-)Leiterin, haben mich vorbehaltlos unterstützt, sodass mir ein beruflicher Wiedereinstieg gelang.

Andreas Schieder
Andreas Schieder Portrait Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen

Ich war von Oktober 1995 bis Oktober 1996 in Karenz. Für mich war das selbstverständlich, denn ein Kind großzuziehen ist eine gemeinsame Verantwortung. Außerdem war die Karenz eine wichtige Zeit für die Bindung zwischen meinem Sohn und mir.

Markus Wild
Grafiker

Als selbständiger Grafiker konnte ich schon immer recht frei über meine Zeit verfügen. Daher war es für mich klar, ein halbes Jahr lang einen guten Teil meines Tages unserem Sohn zu widmen. Und das ist auch so geblieben, obwohl die Karenzzeit schon wieder vorbei ist.

Dieter Pennerstorfer
Wirtschaftswissenschaftler

Ich war zwischen dem 10. und dem 18. Monat meiner Tochter Judith in Karenz. Die Zeit hat die Beziehung zu meiner Tochter intensiviert und das Verständnis zwischen meiner Partnerin und mir im Bezug auf die jeweilige Rolle (Lohnarbeit vs. Betreuung zu Hause) sehr verbessert. In unserem Bekanntenkreis sind einige Paare, die (relativ) gleichberechtigte Beziehungen geführt haben, nach der Geburt eines Kindes wieder in eine klassische Rollenaufteilung gekippt. Uns hat die geteilte Karenz geholfen, dies zu vermeiden. Meine Karenz wurde im beruflichen sowie privaten Umfeld sehr positiv aufgenommen.

Mischa Kirisits
Sozialarbeiter

Ich war zweimal jeweils 1,5 Jahre Vollzeit in Karenz und finde, das war eine Zeit, die mir meine Familie (Partnerin, Söhne) sehr, sehr nahe gebracht hat. Ich habe Realitäten (Hausarbeit, Kinderwehwehchen, Partnerin kommt von der Arbeit heim,...) kennen- und verstehen gelernt. Meine Partnerin und ich können dadurch ein Höchstmaß an Gleichberechtigung leben. ABER - und das ist der HAUPTPUNKT - ich hatte die Zeit meine Liebe zu meinen Söhnen so zu festigen, dass sie noch sehr vieles tragen wird können. Einen starken Platz im Herzen meiner Söhne habe ich durch die Karenz bekommen. Unser zweiter Sohn hat das Down-Syndrom. Gleich nach der Geburt musste er auf die Neonatologie in Glanzing. Seine Mama mit ihm. Unser Großer und ich waren zu Hause. In dieser (Krisen)zeit konnte ich mit "Leichtigkeit" für unseren Großen da sein. Der Alltag zu zweit war uns vertraut und ich war zwar kein vollwertiger (denn das ist man(n) nie;) aber ein guter Kuschelersatz für Mama. Das Band zwischen Müttern und Kindern ist von Natur aus vorhanden - das zwischen Kindern und Vätern muss Zeit haben zum Werden. Die Karenzzeit hilft dabei. Es war eine anstrengende, nervende, stolze, lustige, schrille aber vor allem schöne Zeit.

Ich wünsche mir eine dreimonatige Verpflichtung von Vätern in Karenz zu gehen!!

Werner
Rollentausch kaufmännischer Angestellter

Ich hatte relativ lange Zeit das Gefühl, als Vater noch nicht ganz angekommen zu sein. Durch die Vaterkarenz habe ich die Zeit bekommen, die ich dafür offenbar gebraucht habe. Die Beziehung, die mein Sohn und ich in dieser Zeit aufbauen konnten, ist jetzt dafür umso tiefer.

Mein Arbeitgeber war von meinem Schritt vor allem überrascht, Vaterkarenz kommt eben noch nicht allzu häufig vor. Problematisch war für ihn aber hauptsächlich die kurze Vorlaufzeit für die Suche einer Karenzvertretung. Ich konnte ihn erst vier Monate vor Karenzantritt informieren, da Väter vorher keinen Kündigungsschutz genießen.

Alexander Foggensteiner
Selbstständiger

Für Theodor und mich ist die Karenz eine besondere Zeit. Wir werden Wochen mit intensiven Routinen verbringen: Flascherl waschen, füttern und wickeln. Daneben werden wir Bubenerlebnisse haben: Spazieren im Wald, fahren mit dem Boot und uns dabei von älteren Damen bewundern lassen.

Für den Unternehmer in mir ist die Karenz eine Herausforderung: Sie bedeutet, das Unternehmen weiter zu führen und aber weniger Zeit im Betrieb zu verbringen. Es bedeutet Loszulassen. Ich sehe das als Chance für mich und die Mitarbeiterinnen. Sie können in dieser Zeit zeigen, was in ihnen steckt. Und ich kann wachsen.

Dietmar Hinterndorfer
Psychologe

Väterkarenz bedeutet für mich, Zeit und Alltag mit dem eigenen Kind zu verbringen, Mitverantwortung für das Aufwachsen/die Erziehung unseres Kindes zu tragen, den Alltag mit unserem Sohn erleben.

Diese Zeit hat auch Auswirkungen auf unser Familienleben wie z.B. eine ausgeglichenere Aufgabenverteilung sowie ein besseres Verständnis durch den verstärkten Einblick in den Alltag und in die Aufgaben der anderen Elternteilrolle.

Meine Entscheidung zur Inanspruchnahme der Karenz wurde von der Arbeitsstelle positiv unterstützt. Ich nehme auch die Möglichkeit einer geringfügigen Anstellung, um am Arbeitsplatz am Laufenden zu bleiben und den Draht zur Arbeitsstelle nicht zu verlieren, wahr.

Georg Ortner
Büroleiter

Bei meinem ersten Sohn Marios war ich neun Monate in Karenz.

Das war eine wichtige Zeit. Ich denke, dass man die Beziehung zu seinen Kindern so stärkt und auch krisenfest macht. Das lohnt sich. Außerdem ist es einfach auch schön, diese Zeit mit den Kindern zu haben.

Beruflich waren der Ausstieg aus dem Job und der Einstieg in die Karenz nicht einfach. Aber im Endeffekt hat es sich ausgezahlt.

Andreas Weikhart
Rechtsanwalt

Dass Väter Karenzzeit nehmen, sollte Selbstverständlichkeit sein. Die Politik hat dafür zu sorgen, dass dies für alle möglich und leistbar ist.

Vucko Schüchner
Vetragsbediensteter

Es war für mich immer klar: Wenn ich Kinder habe möchte ich auch möglichst viel Zeit mit Ihnen verbringen und meine Verantwortung als Vater ernst nehmen. Und es ist aus meiner Sicht selbstverständlich, dass man sich genau wie die Haushaltaufgaben auch die Aufgaben der Kindererziehung teilt. Deswegen haben wir gemeinsam bei beiden Kindern versucht dafür entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, um Kinderbetreuung, Erziehung und Alltagsgeschäft unter einen Hut zu bekommen. Karenz heißt ja nicht nur auf dem Spielplatz rumzukugeln, sondern auch viele Aufgaben zu erledigen, damit die Kleinen optimal heranwachsen können. Und da gehört halt mehr als auf Kinder aufpassen dazu und das bringt einen schon oft ins schwitzen

Ich habe aber die Zeit mit beiden unglaublich genossen und sie war eine wichtige Basis für unsere Beziehung zueinander. Wie Erwin Ringel schon sagte: Die ersten Jahre entscheiden. Ich konnte in dieser Zeit eine solide emotionale Grundlage für unser Miteinander aufbauen. Das ist schön, macht glücklich und erleichtert auch so manches im heutigen Alltag. Auf jeden Fall kann ich für mich sagen: Es war gut und wichtig in Karenz zu gehen – für mich und für die Kinder.

Josef Ostermayer
Staatssekretär im Bundeskanzleramt

Für mich war es eine schöne und sehr wichtige Erfahrung. Ich war mit meiner Tochter zwischen September '92 und September '93 halbtags zu Hause. So konnte meine Frau als Lehrerin arbeiten. Es war für uns eine zeitliche Herausforderung, ich habe halbtags am Nachmittag gearbeitet. Ich habe es aber als so positiv empfunden, dass ich es vier Jahre später zwischen Mai '96 bis Mai '97 bei meinem Sohn wiederholt habe. Das jetzige einkommensabhängige Modell macht es für viele Eltern sicher einfacher.

Axel Petri-Preis
Pädagoge und Autor

Ich habe mich dazu entschlossen in Karenz zu gehen, weil ich viel Zeit mit meiner Tochter Amelie verbringen möchte. Meine Frau Barbara hat mich in diesem Entschluss unterstützt und bestärkt. Alleine die Erfahrungen aus meinem ersten Monat (ich habe die Karenz direkt nach dem Mutterschutz begonnen und bleibe 10 Monate zu Hause) waren überwältigend und werden mir für immer bleiben: der erste Laut, das erste Umdrehen, das erste Brabbeln, das erste Greifen ... bei all diesen Entwicklungsschritten hatte ich das Privileg, sie hautnah miterleben zu dürfen. Ich kann allen Vätern nur empfehlen, diese Möglichkeit zu nützen und wundervolle Zeit mit dem Kind zu verbringen.

Jochen Höfferer
Beamter

Echte Männer gehen in Karenz! Nein, ganz Normale gehen in Väterkarenz! Im März erwarten meine Frau und ich unser zweites Kind! Und nun stimmen die Rahmenbedingungen (Stichwort: Einkommensbezogenens Karenzgeld etc.), dass auch ich in Karenz gehen kann. Ich freue mich auf eine Zeit mit unseren zwei Kindern. Eine Zeit, die mich, aber auch die beide Kleinen prägen wird. Weil Zeit etwas Besonderes ist: Gönnen wir uns mehr davon. Eine Zeit, die mir niemand nehmen kann und jeder noch so große berufliche Erfolg auch nicht (wieder) geben kann. Also sind es durchaus egoistische Motive, die mich antreiben, aber eine Partnerschaft ist etwas Gemeinsames. Meine Frau möchte als AHS-Lehrerin ihre erste Klasse als Klassenvorstand zur Matura führen. Ein Wunsch, den ich sehr gut verstehe und den ich ihr durch die Väterkarenz leichter erfüllen kann. Die Stadt Salzburg als DienstgeberIn ermutigt seine Angestellten zu diesem, leider immer noch nicht selbstverständlichen Schritt und dafür möchte ich auch Danke sagen. Gespannt bin ich, wie ich den Wiedereinstieg in den Beruf und die Verantwortung für zwei Kinder zeitgleich managen werde.

Wolfgang Zuser
IT Führungskraft und Projektmanager

Ich wollte schon nach der Geburt unseres älteren Sohnes Jakob vor 10 Jahren in Karenz gehen, was leider aufgrund der familiären Situation (meine Frau studierte damals noch) nicht möglich war. Schon damals arbeitete ich aber bis zum Kindergartenalter nur Teilzeit und übernahm zumindest an mehreren Nachmittagen die Kinderbetreuung und die anfallenden Haushaltstätigkeiten. Während der anschließenden Zeit, als meine Frau und ich beide ganztätig berufstätig waren, verstand sich Halbe-Halbe im Haushalt sowieso von selbst. Nach der Geburt unserer Tochter Luisa war aber nun endlich der Zeitpunkt gekommen, den bereits langgehegten Plan auch Wirklichkeit werden zu lassen. Nachdem meine Frau das erste Karenzjahr übernommen hatte, bleibe ich nun das gesamte zweite Jahr zu Hause. Ich genieße die Zeit mit meinen Kindern und den persönlichen Freiraum, momentan mein eigener Chef zu sein, auch wenn das Ausmaß an (Haus)Arbeit jenes während der Berufstätigkeit sogar übersteigt. Ich würde jederzeit eine weitere Karenz antreten und kann jedem Vater empfehlen, diesen Schritt zu setzen. Jobangebote gibt es meistens viele, die Möglichkeit diese intensive und aufregende Zeit zu Hause zu verbringen, ist nur einmalig.

Gerald Murauer
Managing Director

Ich gehe in Karenz, weil es nichts Schöneres gibt, als Zeit mit meinen Kindern zu verbringen. Ich bin mir sicher, dass die viel gemeinsam verbrachte Zeit unsere Beziehung noch vertiefen wird. Als Führungskraft ist es nicht leicht, sich karenzieren zu lassen, aber erfreulicherweise hab ich einen Stellvertreter und einen verständnisvollen Arbeitgeber.

Weitere Informationen unter maennerinkarenz@bka.gv.at