Echte Männer gehen in Karenz - zur Startseite

Weil Zeit etwas Besonderes ist: Gönnen Sie sich mehr davon.

Der Film zur Kampagne
Zum Kampagnenvideo Eine Initiative von Frauenministerin
Gabriele Heinisch Hosek
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Warum Väterkarenz Sinn macht

Hier finden Sie wertvolle Informationen, warum Väterkarenz gesellschaftspolitisch und wirtschaftlich sinnvoll und frauenpolitisch relevant ist. Auch zur Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Familie stehen zusätzliche Informationen zur Verfügung. Über die Selbstverständlichkeit von Väterkarenz in anderen europäischen Ländern können Sie ebenfalls nachlesen.

Studie zu partnerschaftlichen Familienarbeit

Je mehr sich Männer an der Familienarbeit beteiligen, umso länger halten Beziehungen und Ehen. Siehe dazu folgende Studie: „Models of Earning and Caring: Trends, Determinants and Implications” (Studie der Universität von Western Ontario, Canada).
Models of Earning and Caring: Trends, Determinants and Implications

Studie zu Väterkarenz in Österreich

Viele Väter überlegen ernsthaft, in Karenz zu gehen. Zwei Drittel der Männer wären bereit dazu, tun es dann aus verschiedenen Gründen aber doch nicht. Mehr Informationen zu dieser Umfrage und den dahinterstehenden Beweggründen finden Sie unter "Elternorientierte Personalpolitik mit Focus auf Väter in Niederösterreich" (Im Auftrag des Landes NÖ und der WKO NÖ, 2010).
Elternorientierte Personalpolitik mit Focus auf Väter in Niederösterreich (PDF)

Der Papamonat

Seit 1. Jänner 2011 haben öffentlich Bedienstete die Möglichkeit, einen Papamonat in Anspruch zu nehmen. Der Papamonat dauert maximal 4 Wochen, ist unbezahlt und muss während des Mutterschutzes (also innerhalb der ersten 2 Monate nach der Geburt) bezogen werden.

Mittlerweile haben bereits mehr als 300 Väter den Papa-Monat im Bundesdienst in Anspruch genommen, und viele Bundesländer sowie auch einige Unternehmen und Kollektivverträge haben schon nachgezogen, teilweise sogar bezahlt.

Seit langem setzt sich die Frauenministerin für einen bezahlten Papamonat auch in der Privatwirtschaft ein. Das Modell ist kostenneutral und die Finanzierung sichergestellt, denn man könnte einfach einen Monat des Kindergeldbezugs "nach vorne ziehen" und so ermöglichen, dass der Vater einen bezahlten Papamonat parallel zum Mutterschutz in Anspruch nimmt.

Mehr Väterbeteiligung als internationaler Trend

Nicht nur in Österreich wollen sich immer mehr Väter an der Kindererziehung beteiligen und wirklich Anteil haben beim Großwerden der Kinder. Dieser Trend ist in ganz Europa zu beobachten. Umso wichtiger wird es, dass Unternehmen auch auf diese Wünsche der Männer, die in vielen Ländern bereits ein Rechtsanspruch sind, eingehen und sich entsprechend in den betrieblichen Abläufen darauf einstellen.
Studie des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) zur Zeitverwendung von Eltern im internationalen Vergleich (PDF)

Väter-Karenz im internationalen Vergleich

Das "Leave Network" bietet eine Übersicht, in welchem Land Väter unter welchen Bedingungen in Karenz gehen können. Statutory Paternity Leave: April 2012 (PDF)

Das jährliche Seminar des Netzwerks hat sich thematisch vor allem mit der Väterkarenz beschäftigt. Seminar 2012 (in Englisch)

"Die Väter" gibt es nicht

Das Österreichische Institut für Familienforschung (ÖIF) hat verschiedene "Väter-Typen" analysiert und kommt zum Ergebnisse: "Der Mutige", der anlässlich der Geburt eines Kindes längerfristige Veränderungen in seinem Erwerbsverhalten vornimmt, ist verglichen mit den anderen Typen am zufriedensten. Er fühlt sich insgesamt weniger belastet und ist auch zufriedener mit seiner Erwerbssituation als die anderen Männer. Auch bringt er sich überdurchschnittlich stark in der Kinderbetreuung ein.
Eine Vätertypologie zur Vereinbarkeit, in: Beziehungsweise

Zeitverwendungsstudie

Die Väter von heute kümmern sich mehr als jemals zuvor um ihre Kinder. Besonders engagiert sind die Väter aber vor allem am Spielplatz und bei Sonntagsausflügen. Die Knochenarbeit wie Füttern, Pflegen, Waschen und Begleitwege erledigen wiederum die Mütter. Das heißt, Spaß haben ist Sache des Vaters - jeden Tag gereinigt, gefüttert, etc. sein ist Sache der Mutter. Dort wo es um soziale Anerkennung von außen und die Begeisterung der eigenen Kinder geht, sind also die Väter sichtbarer. Lesen Sie die Details in der Zeitverwendungsstudie 2010 nach.
Zeitverwendungsstudie 2010

Statistik über die Situation bei der Kinderbetreuung

Damit Mütter und Väter Beruf und Familie gut miteinander vereinbaren können, braucht es Kinderbetreuungsplätze. Die Kindertagesheimstatistik der Statistik Austria zeigt, dass in den letzten Jahren viele neue Plätze entstanden sind. Im Jahr 2008 und 2009 ist in 17.000 neue Betreuungsplätze investiert worden. Damit sind 6000 neue Jobs geschaffen worden.
Kindertagesheimstatistik der Statistik Austria

Warum Skandinavien bei der Väterkarenz Vorbild ist

In Schweden sind über 20 Prozent der Väter in Karenz. Die Details zum schwedischen Modell sind nachzulesen unter:
Schweden: Erfolgreiche Vereinbarung von Beruf und Familienleben (Länderprofile Europa)

In Island bleibt fast ein Drittel der Väter bei den Kindern zuhause.
Maternity/paternity leave and parental leave (Island)

Allgemeine Informationen zu den skandinavischen Vorbildländern Father´s use of paternity and parental leave in the Nordic countries (Anita Haataja and The Social Insurance Institution of Finland (Kela), Research Department.
Fathers' use of paternity and parental leave in the Nordic countries (Working Paper 2/2009, Finland)

Papamonat im Öffentlichen Dienst

Seit 1. Jänner 2011 haben öffentlich Bedienstete die Möglichkeit, einen Papamonat in Anspruch zu nehmen. Im Detail heißt das, dass Väter im Öffentlichen Dienst auf den Papamonat einen Rechtsanspruch haben. Der Papamonat ist eine unbezahlte Karenz, die maximal vier Wochen dauert. Und der Papamonat muss während des Mutterschutzes (also innerhalb der ersten 2 Monate nach der Geburt) bezogen werden. Der "Papa-Monat" im Öffentlichen Dienst soll auch ein Anstoß für eine Diskussion eines solchen für die Privatwirtschaft sein.

Die Details der Regelung

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um es in Anspruch zu nehmen:

Weitere Informationen unter maennerinkarenz@bka.gv.at